2. Konkretisierung des pädagogischen Leitbildes

Die Gesamtschule Bochum_mitte wird von Mädchen und Jungen mit unterschiedlichen Biografien und Begabungen besucht, deren Vorkenntnisse, Lernstile, Kompetenzen, Fähigkeiten und Fertigkeiten ganz unterschiedlich sind und deren kultureller, sprachlicher und religiöser Hintergrund stark differiert. Daraus ergibt sich ein Ganztagsschulsystem mit einer weitgehenden Individualisierung und inneren Differenzierung des Unterrichts, die Rücksicht auf die individuell unterschiedlichen Bedürfnisse und Fähigkeiten nimmt.

Leitsatz: Wir bringen Individualität und soziales Miteinander in Einklang.

Die Schüler*innen leben und lernen in einem rhythmisierten Schulalltag mit unterschiedlich ausgeprägten Unterrichtsblöcken, um gemeinsam in leistungs-heterogenen Gruppen, in denen die individuellen Potenziale ausgeschöpft und eine bestmögliche Ausgangsposition für den weiteren schulischen und beruflichen Werdegang erreicht werden kann, gefordert und gefördert zu werden.

Leitsatz: Wir unterrichten die Schüler*innen gemeinsam im Team stark differenziert.

Bildung, Erziehung, individuelle Förderung und soziales Lernen werden in der pädagogischen Konzeption miteinander verzahnt, um den Schüler*innen mehr Bildungsqualität und bessere Zukunftschancen zu ermöglichen. Bildungswege und Lebensperspektiven werden durch die intensiven Dialoge über die Lern- und Leistungsstandsentwicklung der Schüler*innen und die späte äußere Differenzierung in E- und G-Kurse möglichst lange offen gehalten.

Haben Heranwachsende das Mindestziel einer Jahrgangsstufe nicht erreicht, so tritt an die Stelle von Selektion und „Sitzenbleiben“ die verpflichtende Teilnahme an zusätzlichen Fördermaßnahmen. Diese Förderung geht über ein rein defizitorientiertes Nachhilfe- und Betreuungsangebot hinaus und zielt auf ein fächerübergreifendes zusätzliches Lerncoaching. Durch gezielte individuelle Maßnahmen auf der Grundlage eines schuleigenen Förderkonzepts werden den Jugendlichen ihre Lernpotenziale und Stärken verdeutlicht und ihnen Erfolge ermöglicht, die sie befähigen, aktiv Verantwortung für den eigenen Bildungsprozess zu übernehmen.

Nur im Ausnahmefall (etwa bei längerer Krankheit) kann die Wiederholung einer Jahrgangsstufe von den Erziehungsberechtigten beantragt werden. Sofern die Wiederholung der Klasse eine optimale Lern- und Leistungsentwicklung gewährleistet und die Einzelne oder den Einzelnen befähigt, auf diesem Weg zu dem entsprechenden Schulabschluss zu gelangen, wird der Antrag befürwortet.

Leitsatz: Wir erziehen unsere Schüler*innen zu selbstständigen und respektvollen Persönlichkeiten.

Längeres gemeinsames Lernen und konsequente individuelle Förderung stellen Ansprüche an das Lernen und Lehren. Die Schüler*innen benötigen gute Lernanleitungen, gute Aufgabenstellungen, klare Instruktionen und fortwährende Unterstützung durch ihre Lehrer*innen. Lernen als ein auf Kompetenzerwerb ausgerichteter Prozess verlangt einen gut strukturierten Unterricht, in dem die Lehrkraft die Aufgaben hat

  • eine ansprechende Lernumgebung zu gestalten
  • interessante Lernaufgaben zu stellen
  • Selbstlern- und Gruppenprozesse anzubahnen
  • individuelles Lernen zu beobachten und zu dokumentieren
  • Aufgaben nach Neigungen und Niveau zu differenzieren
  • Rückmeldungen zu Lernprozessen und Ergebnissen zu geben

Leitsatz: Wir nutzen die herausfordernde Vielfalt unserer Schule, um eine Gemeinschaft zu fördern und um zusammen erfolgreich zu sein.

Um qualifizierte Standards im oben genannten Sinne zu gewährleisten arbeiten an der Gesamtschule Bochum-Mitte Lehrkräfte aller Professionen. Unterstützt wird die Arbeit der Lehrkräfte durch sozialpädagogische Fachkräfte, die Aufgabenbereiche übernehmen, wie z.B.:

  • Beobachtende Teilnahme am Unterricht: Ausgangspunkt für eine beobachtende Teilnahme am Unterricht können sowohl eine schwierige Situation in der Klassengemeinschaft als auch Probleme einzelner Schüler*innen oder Gruppen innerhalb der Klasse sein. Die Hospitation bietet für den/die Schulsozialarbeiter*in die Möglichkeit, die Schüler*innen im Unterricht zu erleben und mit ihrem Verhalten im Freizeitbereich zu vergleichen. Der/die Schulsozialarbeiter*in kann sich selbst ein Bild über die Gruppendynamik in der Klasse machen und nicht nur aus den Erzählungen der Lehrkraft, die selbst in die Prozesse involviert ist. Ziel kann sein, die Lehrer*innen durch kollegiale Beratung zu unterstützen, ein Klassentraining zur Bewältigung der Konflikte zu planen oder andere Aktivitäten der Schulsozialarbeit zu entwickeln.
  • Sozialpädagogische Gruppenarbeit im Rahmen der Schulsozialarbeit (Gruppen zur Bearbeitung geschlechtsspezifischer Fragen / Gruppenarbeit zur Verbesserung der sozialen Kompetenz / interessenorientierte Gruppen / themenorientierte Gruppen)
  • Sozialpädagogische Gruppenarbeit (eher freizeitpädagogisch orientierte Gruppenarbeit im Sinne der Jugendarbeit / soziale Gruppenarbeit eher im Sinne einer erzieherischen Hilfe)
  • Entwicklung eines Schutzkonzeptes
  • Aktive Mitarbeit in der Sozialraumkonferenz

Leitsatz: Wir öffnen unsere Schule nach innen und außen, um Lern- und Lebensorte zu vereinen.

Um eine erfolgreiche Erziehungs- und Bildungsarbeit von A-Z zu leisten und eine stärkere Identifikation von Lehrkräften, Eltern sowie Schüler*innen mit der Schule bewirken zu können, ist es wichtig, mit allen am Schulleben beteiligten Personengruppen eng und vertrauensvoll zusammenzuarbeiten und Abläufe und Schulstrukturen für alle Beteiligten transparent und nachvollziehbar zu machen.

Leitsatz: Wir beziehen alle am Schulleben beteiligten Personen in die Öffentlichkeitsarbeit mit ein.

Eine ganz besondere Bedeutung kommt dabei der Kooperation zwischen Schule und Elternhaus zu. An der Gesamtschule Bochum_mitte soll die auf gegenseitiger Wertschätzung basierende Zusammenarbeit im "pädagogischen Dreieck" Lehrkräfte–Eltern–Schüler*innen verstärkt werden.

Von zentraler Bedeutung sind dabei die methodisch-didaktische Kompetenz der Lehrkräfte, die Einforderung des Erziehungspotenzials der Eltern sowie die Akzeptanz der Schüler*innen beim fördernden und fordernden Lernen. Die Elternschaft kann auf unterschiedliche Weise aktiv an der Gestaltung des Schullebens mitwirken. Die Schule öffnet sich den Vorstellungen und Interessen der Elternschaft und umgekehrt unterstützen die Eltern die pädagogische Arbeit der Schule.

Dabei sollen die Ideen der Eltern und der Schülerschaft im Rahmen der Gestaltungsmöglichkeiten der Gemeinschaftsschule Bochum-Mitte integriert werden. Der Ganztagsbetrieb bietet die Möglichkeit zu einer intensiveren Zusammenarbeit mit den Eltern und zu einer stärkeren Verzahnung zwischen Eltern und Schule. So können Eltern durchaus auch die Schule für sich nutzen. Sie können beispielsweise ihre speziellen Fähigkeiten auch untereinander zur Verfügung stellen, die Schule zum eigenen Lernen und Zusammenleben nutzen.

Ein Computerkurs von Eltern für Eltern oder auch ein Sprachkurs können dabei einen ebenso wichtigen Stellenwert wie Gesprächskreise über Erziehungsfragen oder andere Themen haben. Wenn sich Eltern und Lehrer ihrer gegenseitigen Bedeutung bewusst sind und sie auf dieser Grundlage zusammenarbeiten, wird man dem Kind gerecht und kann es in seiner Entwicklung optimal fördern.

Besonders wichtig ist, dass die Eltern das Schulleben ihres Kindes interessiert und aufmerksam begleiten, die Lehrkräfte in ihrer Arbeit unterstützen und somit die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Schulzeit schaffen.

Leitsatz: Wir gestalten gemeinsam (Schüler*innen, Lehrer*innen, Schulleitung) unser Schulleben, um uns mit unserer Schule zu identifizieren und uns in unserer Schule wohlzufühlen.

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