Der Ball der Kul­tu­ren – ein bun­tes Fest an der GBM

Die Gesamt­schu­le Bochum-Mit­te ver­fügt über zwei Schul­stand­or­te, wobei eine opti­ma­le, den jahr­gangs­be­zo­ge­nen Not­wen­dig­kei­ten ent­spre­chen­de Aus­stat­tung mit adäqua­ten Fach- und Klas­sen­räu­men und die ver­kehrs­tech­ni­sche Anbin­dung zu den jewei­li­gen außer­schu­li­schen Koope­ra­ti­ons­part­nern hier­durch gewähr­leis­tet ist.

Die Jahr­gangs­stu­fen 5, 6 und 7 sind am Stand­ort Gah­len­sche Stra­ße 204b unter­ge­bracht und die Jahr­gangs­stu­fen 8 bis 10 wer­den in dem Gebäu­de Feld­sie­per Stra­ße 94 beschult.

Da alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler wäh­rend ihrer Schul­zeit die­sen Gebäu­de­wech­sel vor sich haben, hat die Schü­ler­ver­tre­tung in Koope­ra­ti­on mit der SV-Leh­re­rin das Pro­jekt „Ball der Kul­tu­ren“ ent­wi­ckelt und geplant. Es han­delt sich hier­bei um ein mehr­tä­gi­ges Schul­pro­jekt für die Jahr­gangs­stu­fe 7, das einer­seits einen Rück­blick auf die bis­lang an der GBM durch­leb­te Schul­zeit gibt, ande­rer­seits aber auch die Ver­ab­schie­dung und den Neu­an­fang im neu­en Schul­ge­bäu­de feiert.

Das zen­tra­le The­ma des von der Schü­ler­ver­tre­tung geplan­ten Pro­jekts ist die Fra­ge „Wer sind wir?“ Auf ver­schie­de­ne Arten sol­len alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler des 7. Jahr­gangs sich mit die­ser The­ma­tik aus­ein­an­der­set­zen und im Rah­men einer drei­tä­gi­gen Pro­jekt­ar­beit ver­schie­den­ar­ti­ge Unter­su­chun­gen, Prä­sen­ta­tio­nen und Aus­stel­lun­gen hier­zu ent­wi­ckeln, wodurch Bar­rie­ren auf­ge­ho­ben, mög­li­che Vor­ur­tei­le abge­baut und das Mit­ein­an­der geför­dert wer­den sollen.

Den Abschluss bil­det der „Ball der Kul­tu­ren“, der von den Schüler*innen der Jahr­gangs­stu­fe 7, deren Eltern und deren Lehrer*innen mit­ein­an­der gefei­ert wird.

Mit dem „Ball der Kul­tu­ren“ set­zen sich die Schü­le­rin­nen und Schü­ler aktiv dafür ein, ihre Schu­le als Ort des inter­kul­tu­rel­len Aus­tauschs zu nut­zen. Durch das Ken­nen­ler­nen der frem­den Kul­tur soll ein bes­se­res Ver­ständ­nis für den Ande­ren ent­ste­hen. Auf der Basis gegen­sei­ti­gen Respekts leis­tet die GBM somit einen Bei­trag zur Antidiskriminierungsarbeit.

Durch die unter­schied­li­chen kompetenz‑, metho­den- und sozi­al­ori­en­tier­ten Lern­an­ge­bo­te und die Hete­ro­ge­ni­tät der Schü­ler­schaft haben sich die Schüler*innen der GBM im Sin­ne des Abra­ham­po­kals und der „Schu­le ohne Ras­sis­mus – Schu­le mit Cou­ra­ge“ enga­giert. Von daher ist der „Ball der Kul­tu­ren“ kon­se­quen­te Wei­ter­ent­wick­lung des Mit­ein­an­ders aller Schüler*innen unab­hän­gig von ihrer kul­tu­rel­len und reli­giö­sen Her­kunft, Prä­sen­ta­ti­on der sozia­len Inter­ak­ti­on und Visua­li­sie­rung geleb­ter inter­kul­tu­rel­ler Kompetenz.

Die­ses Pro­jekt beinhal­tet eine Viel­zahl an unter­schied­li­chen kul­tu­rel­len Begeg­nungs­mög­lich­kei­ten. Im Mit­tel­punkt ste­hen die Schüler*innen, die sich hier indi­vi­du­ell mit ihrem spe­zi­fi­schen Migra­ti­ons­hin­ter­grund prä­sen­tie­ren und mehr über die Migra­ti­ons­ge­schich­te ihrer Mitschüler*innen erfah­ren kön­nen. Somit regt der „Ball der Kul­tu­ren“ zum Aus­tausch an und trägt letzt­lich zu einer noch stär­ke­ren inter­kul­tu­rel­len Öff­nung des Schul­all­tags bei.

Im Rah­men von drei Pro­jekt­ta­gen, die im Rah­men des Schul­jah­res statt­fin­den, set­zen sich die Schu¨ler*innen des 7. Jahr­gangs beglei­tet von den ver­ant­wort­li­chen Lehr­per­so­nen in Klein­grup­pen mit unter­schied­li­chen The­men­stel­lun­gen aus­ein­an­der, wie z.B.:

  • Ent­wick­lung und Durch­füh­rung einer Befra­gung aller Schü­le­rin­nen und Schü­ler des 7. Jahr­gangs (Fami­liä­re Her­kunft / Spra­chen­viel­falt / Haut- Haar- und Augen­far­be / Ver­schie­den­ar­ti­ge Schrift­zei­chen / Natio­na­le und reli­giö­se Beson­der­hei­ten / Lieb­lings­tier, ‑far­be und Hobbies
  • Pla­ka­ter­stel­lung zu den unter­schied­li­chen Natio­na­li­tä­ten und über natio­na­le Beson­der­hei­ten, wie Z.B. Geo­gra­phi­sche Lage, Haupt­stadt, kul­tu­rel­le Merk­ma­le, spe­zi­fi­sche Ritua­le und Essgewohnheiten
  • Prä­sen­ta­ti­on der schu­li­schen Akti­vi­tä­ten mit Hil­fe einer Power­point­prä­sen­ta­ti­on (Schu­le ohne Ras­sis­mus – Schu­le mit Cou­ra­ge / Gemein­schafts­för­dern­de Jahr­gangs­fahrt / Spie­le / Sozi­al­ge­ni­al / Schu­le der Zukunft – Bil­dung fu¨r Nach­hal­tig­keit / Pro­jekt­wo­che Advent / Sprach- und Lese­pro­jek­te / Frie­dens­stif­ter / Sport­li­che Akti­vi­tä­ten / Reli­gio­nen und Kul­tu­ren / Theater)
  • Work­shops zu Spie­len und Lie­dern aus aller Welt
  • Her­stel­lung eines Inter­na­tio­na­len Koch­buchs (Rezept­buch mit beson­de­ren Lan­des­spe­zia­li­tä­ten, die z.B. beim „Ball der Kul­tu­ren“ ser­viert werden)
  • Ein­üben von Tän­zen nach lan­des­üb­li­cher Musik

Bereits in der Vor­be­rei­tung des Pro­jekts, den Aus­ar­bei­tun­gen und den dazu­ge­hö­ri­gen Work­shops, ler­nen die Jugend­li­chen ver­schie­de­ne Facet­ten der ihnen frem­den Kul­tu­ren ken­nen. Zugleich wird ihnen die Mög­lich­keit eröff­net, in ihrer eige­nen Fami­lie durch kon­kre­tes Nach­fra­gen mehr über ihre eige­ne Kul­tur in Erfah­rung zu bringen.

In der Vor­be­rei­tung auf den Ball sam­meln die Schüler*innen, in der durch die Lehr­kräf­te ange­lei­te­ten Recher­che, Infor­ma­tio­nen über ihr Her­kunfts­land und ihre Migra­ti­ons­ge­schich­te. Die Ergeb­nis­se der ver­schie­de­nen Arbeits­grup­pen wer­den im Schul­ge­bäu­de prä­sen­tiert und den Schü­le­rin­nen und Schü­lern des nach­fol­gen­den Jahr­gangs in Form von Muse­ums­gän­gen von Schüler*innen der Jahr­gangs­stu­fe 7 erläutert.

Bei dem „Ball der Kul­tu­ren“, der am Abend des letz­ten Pro­jekt­ta­ges statt­fin­det, wer­den die­se Ergeb­nis­se bei einem Muse­ums­gang auch den Eltern vorgestellt.

Hier­bei wird eini­gen Schüler*innen auch die Mög­lich­keit eröff­net, ihre indi­vi­du­el­le Fami­li­en- und Migra­ti­ons­ge­schich­te in einem kur­zen Vor­trag vor­zu­stel­len. Selbst erstell­te Pla­ka­te unter­ma­len die­se kur­zen Prä­sen­ta­tio­nen, an deren Ende Fra­gen der Zuhö­re­rin­nen und Zuhö­rer beant­wor­tet wer­den. Auch die Ergeb­nis­se der Workshops
zu Spie­len und Lie­dern aus aller Welt und die vor­be­rei­te­te Power­point wer­den den Besu­chern vor­ge­stellt und erläutert.

Den Abschluss die­ses Schü­ler­pro­jekts bil­det der „Ball der Kul­tu­ren“. Im Rah­men des hier geplan­ten Pro­gramms prä­sen­tie­ren ein­zel­ne Schü­le­rin­nen und Schü­ler lan­des­üb­li­che Musik und füh­ren Tän­ze ver­schie­de­ner Kul­tu­ren vor. Gleich­zei­tig sind alle Gäs­te nach dem Mot­to „Inter­kul­tu­ra­li­tät mit allen Sin­nen wahr­neh­men“ ein­ge­la­den zu einer kuli­na­ri­schen Begeg­nung mit dem selbst her­ge­stell­ten Buf­fet aus ver­schie­de­nen Län­dern. Der Abend fin­det sei­nen Aus­klang mit Musik, Tanz und vie­len Gesprächen.

Die Idee des „Balls der Kul­tu­ren“ ent­stand durch die mul­ti­kul­tu­rel­le Schü­ler­schaft der GBM. „Wir sind echt ein bun­ter Hau­fen!“ 2016 stamm­ten die Schüler*innen des 7. Jahr­gangs aus 29 unter­schied­li­chen Her­kunfts­län­dern! Auf einer gemein­sam gestal­te­ten Welt­kar­te wur­den alle Her­kunfts­län­der bunt markiert.

Und dann wur­de mit­ein­an­der gefei­ert: Für den kuli­na­ri­schen Genuss brach­te jede/r lan­des­ty­pi­sche Spei­sen oder Geträn­ke mit. Es gab ein rie­si­ges bun­tes Buf­fet. Die gro­ße Welt­kar­te und selbst­ge­mal­te Flag­gen der Her­kunfts­län­der sorg­ten für die the­ma­ti­sche Deko­ra­ti­on des Ballsaales.

High­light des Abends: eine Moden­schau und die anschlie­ßen­de Wahl von Ball­kö­ni­gin und Ballkönig.
Eine durch­weg fröh­li­che Stim­mung mach­te den Ball zu einem unver­gess­li­chen Abend und zau­ber­te allen Betei­lig­ten ein Lächeln ins Gesicht. Was für ein schö­nes Mit­ein­an­der die­ses „bun­ten Hau­fens“. Das macht ein gesun­des Schul­le­ben aus. Eben GBMG.esund B.unt M.itein­an­der!